Hochheim am Main – „A Dream comes true“

 

Was passiert, wenn Maspernpower versucht sportlich zu sein? Ganz klar, der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten…

In den Hauptrollen sind vertreten:

Matthias alias Mettbrötchen
Matthias alias Der Wünnenberger
Mathias alias Matze
Björn alias Baseballer (oder die Geheimwaffe)
Jürgen alias Doc
Kathrin alias Doc’s Begleitung
Die, die alles organisiert hat alias Yvonne
Shorty alias Shorty
Und meiner Einer

An einem schönen Freitagnachmittag, einem der wenigen die mit Sonnenschein gesegnet waren, machen sich in ganz Deutschland Menschen auf den Weg, denn die Skybembels hatten zum alljährlichen Fanclubtunier geladen. Und so brachen auch in der Paderstadt ein paar Basketballbegeisterte auf, um ihr gesamtes können bei den Deutschen Meisterschaften unter Beweiß zu stellen.

Angekommen in der idyllisch gelegenen Einflugschneise des Frankfurter Flughafens, hieß es erstmal, Quartier beziehen, bzw. Zelt aufbauen, oder etwas, das, wenn es mal groß ist, ein Zelt werden will…

Hier einmal die Residenz von Yvonne und dem Baseballer

 

Aber nicht nur bei den Beiden war es kuschelig, auch Der Wünnenberger, Matze und Mettbrötchen hatten in ihrem Bulli auf der Rückbank eine wahre 5* Unterkunft, denn es war trocken auf den ca. 3m2 und es war, ähhmm, na ja, auch egal…

So, nachdem das alles geklärt war, musste natürlich erstmal eine Erfrischung her, wie man das beim Fanclub macht, brauche ich hier ja nicht erklären. Im Beisein von typisch maspernpowerischen Grundnahrungsmitteln (Bier, Bratwurst, Schnitzel) wurden die anstehenden, viel zu vielen Partien (36 Mannschaften) ausgelost, oder man versuchte gegen 300 grölende Basketballfans anzukommen (ich sag nur „alle Kölner sind sch…“). Dabei wurde ein Bier getrunken und auf unseren Namen gewartet, ein 2. Bier getrunken und gewartet (noch 15 Namen im Pott), ein 3. Bier getrunken (noch 5 Namen im Pott) und kurz bevor man glaubte, man müsse nicht mehr spielen, weil sie Uns vergessen haben, wurde man dann doch noch erwähnt. Als Vorletzter gezogen, hmmm, also diese Position muss sich noch ändern, und um dass umzusetzen, wurden eifrig alle Taktiken auf dem Krombacher Taktikbord ausdiskutiert und perfektioniert. Die Spiele konnten kommen, aber erst am nächsten Tag, jetzt erstmal eine Erfrischung….

 

Nach der wohltuenden Nachtruhe von ca. 2-6 Stunden, je nach Komfortabilität der Schlafunterkunft, machten sich 8 völlig fitte Paderborner auf, um den Gegner erstmal zu zeigen, wie Aufsteigerfans spielen können.

Beeindruckend, oder?

     

Erster Gegner: die Meisterfans aus Bamberg. Unsere Strategie: mehr Punkte machen als die Anderen, was sich allerdings als eher schwierig herausstellte, wir hatten wohl doch das Zielwasser vergessen.

Egal, neues Spiel, neues Glück, was wir auch hätten brauchen können, gegen die Eisbären. Die Strategie war klar: Eisbären in den Zoo, aber auch das Glück hatten wir wohl nicht gepachtet.

Wen interessiert’s? Wie sagte der Coach des erfolgreichsten Aufsteigers der Saison so schön: „Wir lernen aus jeder Niederlage.“ So auch wir, denn als nächstes stand das Spiel gegen Yvonnes Zeltnachbarn, den Bonnern, an. Unsere Vorausschauende Taktik (leckeren, warmen Obstler am Abend zuvor für die Magentaner) hatte großen Erfolg. Die Armen wurden quasi völlig überrannt, von unserem Baseballer, der in diesen Spiel gefühlte 20 Punkte machte, allesamt aus „Fast“breaks heraus, für die Statistik warf er auch mal daneben, um ein paar Rebounds zu sammeln.

Nach diesem deutlichen Sieg und der Demonstration unserer Dominanz auf dem Feld, konnte der nächste Gegner kommen. Braunschweig, war da nicht was? Leise Erinnerungen an das schlechteste Basketsspiel der Saison kamen auf. Ob das gut ging? Ganz klar: nein, wir machten das mal genauso nach. Mehr braucht man dazu wohl nicht sagen.

Egal, ein Spiel hatten wir ja noch. Die Tübinger hatten schon leichte Panik vor uns und unserm (Zitat eines Tübingers) „Dicken, der immer an der Mittellinie steht und dann Punkte macht“. Aus dieser Panik heraus spielten sie leider Gottes, auf einem leicht höheren Level als wir, unsere Geheimwaffe hatte wohl Ladehemmungen.

Bilanz dieses Tages:

ein überragender, deutlicher, dominanter, könnerisch überzeugender Sieg, und 4 ganz knappe (max. 10-20 Punkte), unglückliche Niederlagen.

Egal, es konnte weitergehen, denn Maspernpowers Königsdisziplin stand noch an: das möglichst reichhaltige Vernichten von Gerstensaft, was sich als kein Problem darstellte, nach diesem doch recht anstrengendem Tag. Die Taktik von Yvonne ging hierbei am besten auf: regelmäßig Bier mit Cola holen, einen genüsslichen Schluck trinken und anschließend Forschungen durchführen, wie lange es braucht, bis sich Bier und Cola durch Absetzen wieder trennen, anschließend ein Neues holen usw.. Der klare Vorteil: das Portemonnaie leert sich, der Alkoholpegel steigt nicht…

Noch zu erwähnen wäre, dass an diesem Tag leider die Tasche vom Baseballer verstorben ist,

Sämtliche Widerbelebungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg.

Neuer Tag, neues Glück. Ohne nochmals auf die Schlafgegebenheiten einzugehen, haben wir an diesem Tag die ersten Ausfälle zu beklagen. Kathrin hatte mit Alkoh ähm Kreislaufproblemen zu kämpfen, Mettbrötchen war durch Achillissehnenprobleme komplett kampfunfähig, der Baseballer umgeknickt, die Anderen voll motiviert, denn nach der Vorrunde waren wir der 5. (von 6) in unserer Gruppe, also doch wieder Vorletzter. So konnte das nicht weiter gehen. Gesagt getan. Die beiden nächsten Spiele (mittlerweile um die rote Laterne) wurden souverän verloren.

Somit standen wir im Finale, dem großen Ziel von Yvonne. Es galt noch mal die letzten Kräfte zu mobilisieren. Shorty zum Sprungball, diesen verloren, es fing gut an. Punkte der Karlsruher, Angriff Paderborn, leider ein Turnover, wieder Punkte Karlsruhe, Angriff Paderborn Shorty bekommt den Ball und, kaum zu glauben er macht Punkte, ausgerechnet jetzt. Alle waren geschockt, Mettbrötchen reagierte am schnellsten und weckte Shorty durch ein technisches Foul auf. Dafür kassierten wir zwar 2 Punkte, aber die Fronten waren geklärt. Die Karlsruher punkteten zuverlässig, wir versuchten es auch, doch leider gelang es nicht immer, die Absteigerfans waren einfach zu stark. Shorty konnte zwar durch einen Dunking (mit freundlicher Unterstützung von Matze) nochmals ein Ausrufezeichen setzen.

Doch den von den Karlsruhern durch völlige Dominanz ihrerseits heraus gespielten Vorsprung, konnten wir nicht mehr aufholen. Glückwunsch an die Karlsruher, ihr habt somit den Vorletzten Platz eingenommen und wir hatten das große Ziel erreicht: nicht mehr Vorletzter, nicht irgendwo im Mittelfeld, von dem niemand spricht, nein wir wahren Letzter und somit verdienter Sieger der roten Laterne und so gingen abgesehen vom Turniersieger nicht mit leeren Händen nach Hause. Die Laterne ist jetzt für ein Jahr unser Eigentum und für Yvonne: “a Dream comes true!